Ausgiebig erörtert wurde die aktuelle Situation in der Europäischen Union in Hinblick auf die financial governance ebenso wie in Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingskrise. Desweiteren fand eine breite Diskussion zur rechtlichen und institutionellen Verfassung der EU statt. Aus diesem ergab sich auch das Arbeitsprogramm des Vereins sowie der Wunsch, die Zusammenarbeit mit der Themengruppe EU der NEOS zu intensivieren.

Die Diskussion zeigte, dass die Europäische Union mit Krisen nur unzureichend umgehen kann, da der institutionelle Aufbau zuwenig gemeinsames Handeln aufgrund der hybriden Situation zwischen Staatenbund und Bundesstaat  ermöglicht. Anstelle einer grundsätzlichen Reform der EU und einer vertiefenden europäischen Verfassung hinkt die EU in ihrer Handlungsfähigkeit stets den aktuellen Ereignissen hinterher. Dies betrifft die wirtschafts- und finanzpolitische Handlungsfähigkeit genauso wie die Bewältigung der Flüchtlingsproblematik, ebenso wie die Diskussion um Vertiefung und allenfalls Erweiterung der Europäischen Union. Stattdessen reagiert die EU nur zögerlich auf Krisen und die Mitgliedsstaaten haben daran einen wesentlichen Anteil, in dem sie sich auf Blockieren bei der Integration, gegenseitige Schuldzuweisungen wie etwa das aktuelle Griechenland-Bashing und lediglich kleine Schritte beschränken. 

Als Arbeitsprogramm ergibt sich daraus die Vorbereitung von Arbeitspapieren und Veranstaltungen zu den Themen „Reform der europäischen Institutionen“, „Demokratie und Menschenrechte in der EU“, „Flüchtlingsproblematik“ und „Wirtschafts- und Finanzkrise“ , ebenso auch eine vertiefende Diskussion zu dem Nord-Süd- Ost Cleavage.

Der neue Vorstand 2016 – 2018 besteht nun aus Ronald Pohoryles, Bernd Pinzer, Hanns Palme, Birgit Kleinlercher, sowie neu Erwin Gartler,  Dorothea Tommasi und Chris Hildebrandt (neu).

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